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Demonstration für linke Freiräume in Göttingen


Knapp 600 Personen haben gestern, am 11 August 2007, in der Göttinger Innenstadt an einer Demonstration unter dem Motto: „Here to stay - Linke Freiräume schaffen und verteidigen“ teilgenommen.

600 Personen demonstrieren in Götingen für den Erhalt und die Schaffung linker Feiräume
Knapp 600 Personen haben am 11 August 2007, in der Göttinger Innenstadt an einer Demonstration unter dem Motto: „Here to stay - Linke Freiräume schaffen und verteidigen“ teilgenommen. Zu der Demonstration aufgerufen hatten neben der Kampagne „here to stay“ das JuZI, der Bauwagenplatz, das Cafe Kollektiv Kabale und das Theaterkeller Kollektiv. Anlass der Demonstration war zum einen der 25. Geburtstag des Jugendzentrum Innenstadt und zum anderen die vom Göttinger Studentenwerk angedrohte Kündigung der Kollektivmietverträge aller selbstverwalteten Studentenwohnheime. Der Protestzug begann am Gänseliesel und führte dann mit mehreren Zwischenkundgebungen durch die Innenstadt über den Campus zum Juzi, wo im Anschluss ein Festival anlässlich des 25 Geburtstages des Juzis stattfand.



In den Redebeiträgen ging es u.a. um die Entstehungsgeschichte selbstverwalteter und kollektiver Strukturen, sowie die damit verbundenen Auseinandersetzungen. Die RednerInnen verwiesen darauf, dass in Göttingen seit Jahrzehnten zahlreiche Einrichtungen, Initiativen, selbstverwaltete Wohnprojekte und andere soziale Zusammenhänge existieren, die das städtische Bild prägen und Raum geben für ein soziales Miteinander, außerhalb der auf reibungslosen Konsum ausgerichteten Umbau der Stadtlandschaft. Wenngleich sich die repressive Gestaltung des öffentlichen Raums in einer beschaulichen Kleinstadt wie Göttingen nicht so drastisch und offensichtlich vollzieht, wie dies aus einigen Großstädten bekannt ist, geschieht sie trotzdem konsequent. Neben dem Erhalt des Status Quo aller selbstverwalteten Studentenwerkswohnheimen wurde die sofortige Rücknahme der angedrohten Mietsvertragskündigungen für die selbstverwalteten Wohnheime gefordert.


„Here to stay. Selbstverwaltete Strukturen verteidigen“