Die Häuser


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Die Goßlerstr. 21


Bis 1968 wurde das Haus Goßlerstraße 21 an Privatpersonen/Familien vermietet. Nachdem diese Mieter das Haus verlassen mussten stand es mindestens ein Jahr leer, um dann ein Institut für Mikrobiologie zu beherbergen.

Bis 1968 wurde das Haus Goßlerstraße 21 an Privatpersonen/Familien vermietet. Nachdem diese Mieter das Haus verlassen mussten stand es mindestens ein Jahr leer, um dann ein Institut für Mikrobiologie zu beherbergen.

1972 wurde das Haus besetzt und anschließend, wahrscheinlich im Rahmen des „Göttinger Modells“, wieder vermietet. Lange Zeit war das Wohnen völlig selbstbestimmt. Die WGs konnten sich ihre Mitbewohner frei von Auflagen selber wählen. Das Haus an sich war allerdings in einem sehr schlechten Zustand.

1984 gab es dann eine General-Renovierung die das ganze Jahr dauerte und in deren Zuge auch die Duschen im Keller eingebaut wurden. Damit verbunden bekamen die Bewohner am 28. März 1984 einen neuen 15-Jahres-Mietvertrag und traten von nun an dem Studentenwerk gegenüber als GbR auf. In diesem Vertrag wurde erstmals festgehalten, dass der Wohnraum nur Studenten zur Verfügung steht (mit Ausnahmemöglichkeiten in sozialen Härtefällen) und es wurde dem Studentenwerk eingeräumt dies durch Verlangen von Immatrikulationsbescheinigungen zu überprüfen. Allerdings wurde dies wohl vorerst nicht in Anspruch genommen. Erst ab den 90er Jahren sind uns Schriftwechsel diesbezüglich bekannt, nach denen das Studentenwerk jedoch weiterhin seine auf Vertrauen basierte Handhabung beibehielt.

1998 lief dieser Mietvertrag aus und wurde durch den neuen, heute noch aktuellen ersetzt. Dieser trägt den Nachteil mit sich, dass er nur eine Laufzeit von einem Jahr hat und sich nur bei Ausbleiben einer Kündigung um ein weiteres verlängert.

Gegen Ende 2006 wurde es ernst. Schon in den letzten Jahren hatte das Studentenwerk seinen Wunsch, die Einführung von Einzelmietverträgen, mündlich kundgegeben, diesen jedoch nicht konsequent verfolgt. Nun aber sollte sich das ändern: nach ein paar Gesprächen und Verhandlungsversuchen, in denen die Mieter ihr Missfallen an den Einzelmietverträgen erklärten, kam am 16.03.2007 die Kündigung zum 31.03.2008. In dem Schreiben wurde als Erklärung für die Umstellung auf Einzelmietverträge und somit auch für die Kündigung genannt: „veränderte Nachfragestrukturen nach studentischen Wohnraum, ein steigender Anteil ausländischer Studierender sowie die Anfrage der Universität nach weiteren Wohnkapazitäten [...]“ Als Grund für die Kündigung wurde jedoch genannt: „Da Sie sich nach dem letzten Gespräch trotz Terminvereinbarung am 15.03.07 nicht gemeldet haben, macht das Studentenwerk von seinem ihm zustehenden ordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch [...]“

Dieser Text ist insbesondere hinsichtlich der Geschichte vor 1984 leider noch sehr lückenhaft, aber die Recherche geht weiter.