Pressespiegel


17 November 2007 / Unique

Erste Einigung im Streit um selbst verwaltete Wohnheime


In der Auseinandersetzung zwischen der Kampagne „Here to Stay" und dem Studentenwerk haben sich die Wogen zunächst geglättet. Eine Anfang des Jahres ausgesprochene Kündigung eines Gruppenmietvertrages für das Wohnheim Goßlerstraße 21 wurde vom Studentenwerk zurück genommen.
„Here to Stay" vertritt die Bewohner mehrerer Wohnheime, in denen die Studenten ihr Leben weitgehend selbst organisieren. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass das Studentenwerk diese Verträge kündigen will, um mehr Einfluss auf Wohndauer und besseres Wissen über den aktuellen Studentenstatus der Bewohner zu erlangen. Die daraufhin gegründete Kampagne „Here to Stay" organisierte Protestveranstaltungen und trat in Verhandlungen mit dem Werk. Ein Sprecher der Kampagne wertete die aktuelle Zurücknahme der Kündigung als „erste nötige Schritte, um den sozialen Belangen der Studierenden gerecht zu werden".
Die Verhandlungen werden nach Auskunft des Studentenwerks noch bis März nächsten Jahres laufen. Dort gibt man sich optimistisch: „Man wird sich einigen", heißt es. Dennoch beharrt das Werk noch darauf, dass die Höchstwohnzeiten in den Häusern von sieben Semestern eingehalten werden, wonach sich jeder Student zu richten habe. „Here to Stay" lehnt das weiterhin ab: Der dadurch entstehende wirtschaftliche Druck auf Studenten entspreche nicht dem sozialen Auftrag des Studentenwerks. (ha)

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