Pressespiegel


30 Oktober 07 / Göttinger Tageblatt

„Ziel einer Kampagne"


Studentenwerk wehrt sich gegen Kritik

Göttingen (afu). Nach der Demonstration der Antifaschistischen Linken International für die Erhaltung „linker Räume" (Tageblatt berichtete) und anhaltender Kritik hat sich nun das Studentenwerk Göttingen mit einem offenen Brief an seine Mieter gewandt. Der Grund: Das Studentenwerk sei „gegenwärtig zum Ziel einer Kampagne auserkoren" worden, „die weitestgehend auf falschen Informationen beruht", heißt es in dem Schreiben.

Anlass der Kampagne sei der Beschluss des Vorstandes, die bestehenden Mietverträge für die Häuser Kreuzbergring 10/12, Rote Straße 1-5, Burgstraße 52, Gotmarstraße 9 und Goßlerstraße 21 in Einzelmietverträge umzuwandeln. Dieser sei unter anderem gefasst worden, so das Studentenwerk, um „aus Gerechtigkeitsgründen die Mietkonditionen, die bisher schon für alle übrigen Wohnheime gelten, auch in den genannten, Häusern anzuwenden". Ziel sei es dagegen nicht, „selbstverwaltete Strukturen zu zerschlagen, das Leben in I den Wohnheimen zu überwachen oder Personen aus den Häusern heraus zu bekommen". So dürfe sich jede Wohngemeinschaft nach wie vor ihre Mitbewohner selber aussuchen, eine Wohnzeitbegrenzung würden auch schon die jetzigen Mietverträge enthalten.

"Regelungen ausgehebelt"

Vielmehr könne es nicht im Sinne der Studierenden sein, die mit ihren Semesterbeiträgen das Studentenwerk zu einem erheblichen Teil mitfinanzierten, „dass durch die Vergabe von Privilegien an einige wenige Bewohner eine Situation geschaffen wird, in der die sonst üblichen Regelungen für Mietverträge ausgehebelt werden".

Aufgrund der aktuellen Mietsituation sei es für das Studentenwerk noch nicht einmal ersichtlich, „ob in den betroffenen Wohnobjekten alle Wohnplätze an Studierende vermietet sind". Der Studentenstatus sei aber Voraussetzung für einen Mietvertrag.


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